SGS-Aktionsplan 2026: Das digitale Fundament der Schweiz wird Realität
Der Aktionsplan 2026 ist mehr als nur eine Liste von Projekten: Er ist der Fahrplan für eine smarte, datenbasierte Schweiz. Durch die Bündelung der Kräfte in SWISSGEO und die proaktive Bewältigung des Fachkräftemangels stellt die Strategie Geoinformation Schweiz (SGS) sicher, dass Geoinformationen als strategische Ressource wertschöpfend genutzt werden können.
Mit dem Aktionsplan 2026 wird die Nationale Geodaten-Infrastruktur (NGDI) in die nächste Phase geführt. Der Go-Live der ersten Version der neuen nationalen Geoplattform SWISSGEO, der gezielte Einsatz von KI sowie wegweisende Schritte im Bereich GeoBIM markieren dabei den Übergang von der Konzeption zur produktiven Wirkung. Während rechtliche Hürden für eine nahtlose Datenharmonisierung abgebaut werden, geht die Branche mit einem konkreten Massnahmenkatalog aktiv gegen den Fachkräftemangel vor. Wir bauen heute die Dateninfrastruktur, die morgen nachhaltige Entscheidungen ermöglicht.
Plattform-Evolution
Im Jahr 2026 wird mit der Inbetriebnahme von SWISSGEO das Herzstück umgesetzt. Mit der ersten Version von SWISSGEO werden Geodaten von geo.admin.ch und geodienste.ch erstmals an einem Ort nutzbar gemacht. Die bestehenden Plattformen geo.admin.ch, geocat.ch und geodienste.ch werden vorerst parallel noch weiterbetrieben.
- Ziel: Ein nutzerzentrierter Zugang für Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung.
- Fokus: Erstellung eines Transitionsplans und einer Produkt-Roadmap für die schrittweise Integration aller Geodaten (inkl. Daten der Amtlichen Vermessung).
Innovation und Technologie
Die Schweiz festigt ihre Rolle als Innovationshub für Geodaten:
- Generative KI & LLM: Nach der Prototyping-Phase im Jahr 2025 rücken im Jahr 2026 die Validierung von Risikominderungen und die langfristige Implementierung der semantischen Suche in den Mittelpunkt.
- GeoBIM: Die Digitalisierung des Bauwesens wird durch die Schliessung von Lücken in der Prozesskette zwischen Geoinformation und Building Information Modelling (BIM) vorangetrieben.
- Anticipatech: Der Innovationsprozess wird operationalisiert, um technologische Trends (Technologieradar) direkt in die Strategieumsetzung zu überführen.
Harmonisierung und Recht
Um den Datenfluss zu beschleunigen, werden die gesetzlichen Grundlagen (GeoIG/GeoIV) überprüft.
- Datenharmonisierung: Klärung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen, um eine flächendeckende, bedarfsorientierte Harmonisierung (geometrisch, semantisch) zu erreichen.
- Nachhaltigkeit: Erarbeitung von Umsetzungsvorgaben zur langfristigen Verfügbarkeit von Geodaten.
Kompetenzen und Ökosystem
- Fachkräftemangel: Basierend auf der Analyse von 2025 wird ein Massnahmenkatalog umgesetzt. Mindestens zwei prioritäre Massnahmen (z.B. Marketing, Ausbildungsprofile) werden 2026 gestartet.
- Governance: Die Organisation der NGDI wird agiler gestaltet, um die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden langfristig zu sichern.
Den vollständigen Aktionsplan können Sie unten lesen.
- Geoinformation.ch: Strategie Geoinformation Schweiz - Aktionsplan 2026
- Geoinformation.ch: Strategie Geoinformation Schweiz - Aktionsplan seit 2022

