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Die digitale Grenze

Die zeitgemässe Verwaltung und Dokumentation der Landesgrenze erfolgt in einem Geografischen Informationssystem (GIS). Dies setzt voraus, dass der Verlauf der Grenze und die Position der Grenzpunkte koordinatenmässig erfasst werden und digital vorliegen.

Über 7'000 Grenzpunkte

Die Schweizer Grenze ist mit 7‘132 Grenzzeichen markiert. Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo ist für deren Dokumentation, Verwaltung und für die Archivierung der Originaldaten zuständig.

Früher wurde der Verlauf der Landesgrenze über weite Strecken in Textform beschrieben. Heute wird sie mittels Koordinaten in den amtlichen Bezugssystemen beider Länder sowie im europäischen Bezugssystem ETRS89 und im europäischen Bezugsrahmen ETRF93 definiert. Davon betroffen sind sowohl die Grenzsteine, als auch die Grenzlinien (Wasserscheide, Flussmitte etc.).

Die Nachbarländer sind ebenso auf georeferenzierte Daten angewiesen, weil die Grenze als Gebietsabgrenzung für verschiedene Produkte (GIS, amtliche Vermessung etc.) dient. Daher ist es unerlässlich, dass für diese Gebietsabgrenzung eine zwischen beiden Staaten identische geometrische Definition vorliegt.

Projekt "State Boundaries of Europe"

Im Rahmen des Projektes «State Boundaries of Europe» von EuroGeographics werden die Daten aller Landesgrenzen harmonisiert und in einem europäischen GIS verwaltet. Die Schweiz beteiligt sich seit 2005 aktiv an diesem Projekt.