Wie hat sich der Zustand der Luftqualität in der Schweiz verändert? (BAFU)
Dank der erfolgreichen Schweizer Luftreinhaltepolitik hat sich die Luftqualität in der Schweiz seit den 1990er Jahren deutlich verbessert.

Die Luft, die wir atmen – jeder Mensch atmet davon täglich 15’000 Liter –, ist lebenswichtig. Saubere Luft ist eine wichtige Voraussetzung für die gute Gesundheit von Mensch und Umwelt. Luftschadstoffe, die durch Nase, Rachen und Luftröhre in unsere Lunge gelangen, tragen zu Atemwegs- und Lungenkrankheiten einschliesslich Lungenkrebs bei. Sie sind aber auch an der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen beteiligt und haben eine Verkürzung der Lebenserwartung zur Folge.
Dank der erfolgreichen Luftreinhaltepolitik durch Bund, Kantone und Gemeinden wie auch auf internationaler Ebene hat sich die Luftqualität in der Schweiz seit den 1990er Jahren deutlich verbessert. Die Mehrzahl der Immissionsgrenzwerte zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt werden heute eingehalten. Auch Schadstoffe für die keine Grenzwerte festgelegt wurden, insbesondere die ultrafeinen Partikel und der krebserregende Russ, nehmen dank umfassenden Minderungsmassnahmen seit Jahren stark ab. Jedoch zeigt der Vergleich der aktuellen Belastung mit den Luftgüteleitlinien der WHO, dass die Luftbelastung zum Schutz der menschlichen Gesundheit weiter vermindert werden muss. Fortschritte sind möglich durch den konsequenten Einsatz der besten verfügbaren Technik zur Minderung von Luftschadstoffemissionen.
Die Luftbelastung in der Schweiz wird im Auftrag des Bundesamts für Umwelt auf Grundlage räumlich aufgelöster Luftschadstoffemissionen, Ausbreitungsmodellen und Immissionsmessungen von Bund und Kantonen modelliert.
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