Das Geoportal des Bundes im Jahr 2025: Geodaten werden zur digitalen Alltagsinfrastruktur
In den letzten Jahren hat sich das Geoportal des Bundes zu einer zentralen digitalen Infrastruktur für Geodaten entwickelt. Auch das Jahr 2025 zeigt deutlich, dass die Nutzung von Daten durch externe Anwendungen in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.
Der Kartenviewer ist weiterhin das beliebteste Tool
Obwohl mobile Apps unser digitales Leben prägen, nutzten im Jahr 2025 mehr Menschen als je zuvor die Webseite map.geo.admin.ch. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Kartenviewer auf map.geo.admin.ch mehr als 17% mehr aufgerufen.
Bislang wurde die Nutzung des Kartenviewers primär über die Anzahl der Besuche gemessen. Seit diesem Jahr führen wir einen neuen Statistikindex ein, nämlich die Aktivität der Nutzerinnen und Nutzer. Dieser wird uns dabei helfen, die Intensität und Vielfalt der Nutzung des Portals besser zu verstehen.
Ein neuer Indikator rückt in den Mittelpunkt: die Anzahl der Aufrufe. Die dargestellten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von 2022 bis heute und ersetzten nun offiziell die bisherigen Besuchsstatistiken.
Der Trend ist klar: Ob für Ingenieure, Architekten, Programmierer oder Planer, aber auch Wanderer und Skitourengänger - einfacher digitaler Zugang zu den amtlichen Geodaten wird immer wichtiger.
Damit bestätigt sich map.geo.admin.ch als zentrale digitale Infrastruktur, die Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung gleichermassen unterstützt.
Externe Nutzung prägt die Entwicklung
Ein zentraler Treiber der Entwicklung ist die Nutzung durch externe Web- und App-Anbieter, die die Geodaten durch Geodienste in eigene Anwendungen integrieren. Sei es bei den sehr populären Darstellungsdiensten WM(T)S, deren Nutzung nur innerhalb eines Jahres um über 25% gestiegen ist, oder bei den immer beliebteren Vector Tiles – Webservices zeichnen sich durch kontinuierliches Wachstum aus.
Vector Tiles liefern vereinfachte, leichtgewichtige Kartenansichten und sind speziell für mobile Endgeräte optimiert. Sie bilden unter anderem die Grundlage für Anwendungen wie die swisstopo-App. Dies entspricht den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer, die immer häufiger unterwegs auf Geodaten zugreifen.
Hohe Qualität und Verfügbarkeit
Mit der wachsenden Nutzung der Infrastruktur steigen auch die Herausforderungen, mit denen das Team von Koordination, Geoinformation und Services (KOGIS) konfrontiert wird. In der digitalen Ära hat die Qualität der Dienstleistungen und deren stabiler Betrieb die höchste Priorität. Daher lag die Verfügbarkeit des Geoportals im Jahr 2025 bei 99,81 %. Dank der kontinuierlichen Überwachung konnten Störungen schnell identifiziert und behoben werden. Dies zeugt von der Fähigkeit und Bereitschaft von KOGIS, den Betrieb kritischer Infrastruktur auch in Krisensituationen schnell wiederherzustellen.
Datenaktualität als Gemeinschaftsleistung
Nicht nur die Nutzung, sondern auch das Datenangebot entwickelt sich weiter. Die zuständigen Fachstellen in den Bundesämtern sorgen dafür, dass die Daten stets auf dem neuesten Stand sind. Im Jahr 2025 wurden 570 Datensätze aktiv aktualisiert oder modifiziert - die bislang höchste Anzahl an Updates und Upgrades innerhalb eines Jahres. Ein Viertel aller Datensätze werden vollautomatisch nachgeführt.
Das Angebot wurde um 71 neue Datensätze erweitert und umfasst nun 988 Datensätze. Besonders markant war dieses Jahr (Auswahl):
- Integration von 14 Open Government Data Themen vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz;
- Trockenheitsindex, Trockenheitswarnkarte sowie Satellitendaten zum Thema Trockenheit, als Zusammenarbeit zwischen Bundesamt für Umwelt BAFU, MeteoSchweiz und Bundesamt für Landestopografie swisstopo;
- Neue Winter- und Schneeschuhwanderwege des Bundesamtes für Strassen ASTRA, in Zusammenarbeit mit den Kantonen;
- Neue Luftbelastungsdaten des BAFU als Zeitreihen verfügbar;
- zahlreiche neue geologische Daten von swisstopo
Benutzerfreundlichkeit im Fokus
Geodaten des Bundes sind heute permanent im Einsatz – zuverlässig, aktuell und immer häufiger eingebettet in mobile Apps und Fachanwendungen. Mit der Weiterentwicklung hin zu SWISSGEO erhalten das Fachpublikum und Gelegenheitsanwender einen zentralen Zugang zu Bundes- und Kantonsdaten. Auch Anfänger werden von einem intuitiveren und vereinfachten Interface profitieren.


