Zum Hauptinhalt springen

MitteilungVeröffentlicht am 18. Mai 2026

Die Schweiz verstehen – mit über 1000 Karten und Geodaten

Im Geoportal des Bundes stehen seit Mai 2026 über 1000 Datensätze zu verschiedensten Themen wie Infrastruktur, Lärmbelastung, Naturgefahren und Verkehr den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung.

Von Freizeit über Natur bis hin zu Transport

Digitale Karten dienen längst nicht mehr nur dazu, Wege oder Städte zu erkennen.

Hinter fast jedem Ort stecken heute zusätzliche Informationen: Wo Lawinen drohen, wie laut eine Strasse ist, welche Dächer sich für Solarenergie eignen oder wie ein Quartier vor 100 Jahren aussah. Solche Geodaten sind Teil unseres Alltags, oft ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen. Wer eine Wanderung oder Wintersportaktivität plant, ein Haus baut und eine Wohnung sucht oder die Sicherheit in seiner Umgebung prüft, nutzt indirekt geografische Informationen und digitale Karten.

Im Geoportal des Bundes stehen seit Mai 2026 über 1000 Datensätze zu verschiedensten Themen wie Infrastruktur, Lärmbelastung, Naturgefahren und Verkehr den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung. Gleichzeitig dienen sie Behörden, Wissenschaft und Unternehmen als wichtige Grundlage für Raumplanung, Analysen und Entscheidungen.

Daten freizugänglich für alle

Über den Kartenviewer map.geo.admin.ch können Privatpersonen Karten, Luftbilder und Geoinformationen eines gewünschten Gebiets in der Schweiz nach Belieben kombinieren, darstellen und anwenden. Alle Daten sind frei zugänglich und kostenlos.

Organisationen oder Fachspezialistinnen und Fachspezialisten binden die Daten über standardisierte Geoservices in eigene Fachanwendungen und Tools ein. Dienste wie Alertswiss oder Freizeit-Applikationen wie die swisstopo-App und SchweizMobil integrieren Datensätze des Geoportals direkt und machen sie so für die breite Öffentlichkeit nutzbar.

Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden

Der heutige Meilenstein von 1000 Daten in der Bundes Geodaten-Infrastruktur ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von über 20 Bundesämtern, Kantonen und Verwaltungen. Jedes Jahr wächst die Zahl der Datensätze weiter – allein im letzten Jahr um mehr als 70 neue Daten. Die Daten werden zudem laufend von den zuständigen Fachstellen aktualisiert. Ein Viertel aller Datensätze wird vollautomatisch nachgeführt.

Ein kurzer Blick auf die Statistik zeigt, wie wichtig Geodaten sind und wie breit sie genutzt werden. Allein im Jahr 2025 wurden auf map.geo.admin.ch 33 Millionen Besuche verzeichnet. Der von Dritten generierte Datenverkehr erreichte im letzten Jahr mit mehr als 3800 Terabyte einen Rekordwert.

swisstopo als Betreiberin

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo ist für den Betrieb der Bundes-Geodaten-Infrastruktur sowie für die Harmonisierung der Daten und die Standardisierung der zur Verfügung gestellten Schnittstellen zuständig. Damit sorgt swisstopo dafür, dass Geodaten aus verschiedenen Quellen so aufbereitet werden, dass sie schweizweit einfach zugänglich, vergleichbar, zuverlässig und einfach wiederverwendbar sind – für Behörden, Unternehmen und die allgemeine Bevölkerung. Die Koordination der Geoinformation innerhalb der Bundesverwaltung steht unter der strategischen Führung und Steuerung des Koordinationsorgans für Geoinformation des Bundes (GKG).

Zukünftig soll das Geoportal des Bundes gemeinsam mit dem Portal der Kantone (geodienste.ch) und weiteren bestehenden Portalen und Webseiten schrittweise in eine einzige Plattform für Geoinformationen überführt werden. Mit der neuen Plattform SWISSGEO soll der Zugang zu Geodaten gemeinsam mit den Kantonen über alle föderalen Ebenen hinweg noch einfacher und einheitlicher gestaltet werden.

Weiterführende Informationen